Ein Lkw kollidierte mit einem in falscher Richtung fahrenden Klein-Lkw. Ein 69-jähriger Lkw Fahrer aus dem Landkreis Straubing-Bogen befuhr mit seinem Sattelzug die Autobahn A92 am Neufahrner Kreuz in Richtung Deggendorf.
Mercedes Sprinter in falscher Richtung
Als er gerade einen anderen Lkw überholte, kam ihm ein 47-jähriger montenegrischer Staatsangehöriger aus dem Landkreis Freising mit seinem Klein-Lkw Mercedes Sprinter in falscher Richtung auf der linken Fahrspur entgegen.
Obwohl beide in Richtung Deggendorf fahrenden 40-Tonner noch versuchten nach rechts auszuweichen, kam es zum unvermeidlichen Zusammenstoß, bei dem der Geisterfahrer und der Fahrer des überholenden Sattelzuges in ihren Fahrzeugen eingeklemmt wurden.
Zwei Menschen verloren ihr Leben
Der Geisterfahrer wurde sofort getötet. Der Fahrer des Sattelzuges verstarb nach erfolglosen Reanimationsmaßnahmen noch an der Unfallstelle.
Durch den Zusammenstoß wurde auch der auf der rechten Fahrspur fahrende Lastkraftwagen, der von einem Österreicher gelenkt wurde, leicht beschädigt. Der entstandene Sachschaden beträgt ca. 60000 Euro.
Von der Staatsanwaltschaft Landshut wurde zur Ermittlung der genauen Unfallursache ein unfallanalytisches Gutachten in Auftrag gegeben.
Die Bergungsarbeiten an der Unfallstelle gestalteten sich aufgrund der totalen Zertrümmerung des Mercedes Sprinters des Geisterfahrers sehr schwierig und langwierig und dauerten bis in die frühen Morgenstunden.
Die Verkehrsbehinderungen hielten sich allerdings in Grenzen, weil der Verkehr in Richtung Deggendorf über eine Nebenfahrbahn an der Unfallstelle vorbeigeleitet werden konnte.
Keine Notrufe bei der Polizei eingegangen
Wo genau der Geisterfahrer auf die Autobahn verkehrt aufgefahren ist, konnte bisher nicht ermittelt werden.
Er kann allerdings nicht allzu lange in falscher Richtung gefahren sein, weil vor dem Unfall keinerlei Notrufe bei der Polizei eingegangen sind.
Quelle: Polizei Oberbayern
Fotos: © Georg Barth