Der 45-jährige Fahrer eines Ford Focus aus Stade war mit seinem Fahrzeug aus einer nahe gelegenen Chemiewerk gekommen und wollte den durch eine Ampel gesicherten Bahnübergang der Industriebahnstrecke überqueren.
Dabei übersah er offenbar das Rotlicht und prallte mit einem aus Richtung Stade kommenden Zug zusammen.
Der 44-jährige Lokführer konnte seinem ca. 100 Tonnen schweren Zug mit zwei leeren Kesselcontainern nicht mehr rechtzeitig zum Halten bringen. Die Lok schliff den Focus ca. 10 Meter mit, bis dieser im Seitenraum liegen blieb.
Der Focusfahrer hatte Glück im Unglück und konnte sich mit Hilfe des Lokführers unverletzt aus seinem Fahrzeug befreien. Auch der Lokführer blieb bei dem Unfall unverletzt. Beide erlitten jedoch einen Schock.
Da bei dem Aufprall die Kraftstoffleitung der Diesellok abgerissen wurde liefen ca. 1.400 Liter Diesel ins Erdreich.
Die Feuerwehren der DOW Stade, der Ortswehr Bützfleth sowie des 1. Zuges der Stadt Stade rückten mit ca. 50 Feuerwehrleuten an und versuchten mit Bindemitteln den Kraftstoff zu binden und legten Sandsäcke in den angrenzenden Graben, um so eine Ölsperre zu erzeugen. Sie sicherten das Unfallfahrzeug ab und halfen bei der notdürftigen Reparatur der Lok.
Notfallmanager der Bahn und Mitarbeiter des Umweltamtes des Landkreises Stade machten sich vor Ort ein Bild vom Geschehen und es wurde beschlossen, noch in der Nacht den mit Diesel getränkten Boden auszutauschen. Der Focus und die Lok wurden schwer beschädigt, der Gesamtschaden dürfte sich auf ca. 20.000 Euro belaufen.
Quelle + Fotos: Polizei Stade
Bei dem Zusammenprall mit einem Nahverkehrzug ist gegen 14.15 Uhr ein 69-Jähriger aus Wetter ums Leben gekommen.
Der Mann war mit seinem Schlepper samt Anhänger bei Goßfelden über einen unbeschrankten Bahnübergang gefahren und hatte dabei offensichtlich den in Richtung Marburg fahrenden Zug übersehen.
Wie Zeugen berichteten, hatte der Lokführer noch einen Achtungspfiff abgegeben. Trotz Warnsignal kam es zu dem Unfall und der Traktor wurde von dem Zug erfasst. Der 69-jährige Mann ist seinen Unfallfolgen noch an der Unfallstelle erlegen.
Warum er den Zug nicht bemerkt hat ist derzeit noch unklar und bleibt Gegenstand der Ermittlungen. Ein Bahnmitarbeiter wurde bei zurzeit stattfindenden Bauarbeiten am Bahnübergang durch umherfliegende Teile an der Brust verletzt und kam ins Krankenhaus. Die 16 Reisenden aus dem Zug blieben unverletzt. Sie wurden teilweise von Angehörigen abgeholt sowie mit einem Taxi weiterbefördert. Am Traktor und dem Hänger entstand Totalschaden. Zur Schadenshöhe am Zug liegen noch keine Angaben vor.
Die Achse des Schienenfahrzeuges wurde durch den Unfall beschädigt und soll mithilfe eines Krans instand gesetzt werden. Die Bahnstrecke ist seit dem Unfall gesperrt. Die Sperrung hält voraussichtlich bis morgen an. Die Bundespolizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Zeugenhinweise sind unter der Tel. Nr.: 0561/81616-0 erbeten.
Quelle + Foto: Bundespolizei Kassel
Unfälle im Kreis Marburg-Biedenkopf
Tödliche Verletzungen erlitt der Fahrer eines Pkw Renault in den Mittagsstunden in der Ortschaft Bad Bodenteich nach dem Zusammenstoß mit einer Regionalbahn.
Der 60-Jährige war nach derzeitigen Ermittlungen gegen 11:30 Uhr in der Straße Am Waldbad unterwegs und hatte im Bereich des Bahnübergangs das rote Signallicht missachtet.
Beim Passieren des Übergangs kollidierte der Pkw mit der auf der eingleisigen nicht elektrifizierten Strecke in Richtung Braunschweig fahrenden Regionalbahn.
Die Bahn schob den Pkw gut 100 Meter vor sich her, so dass sich diese an einem Signalmast verkeilte.
Der 60-jährige Fahrer wurde im Fahrzeug eingeklemmt und verstarb noch im Fahrzeugwrack. Durch den Aufprall wurde der Triebwagen aus den Schienen gehoben.
Der Triebwagenführer erlitt leichte Verletzungen (u.a. Schock). Alle anderen 23 Fahrgäste in der Regionalbahn blieben unverletzt.
Hinweise auf einen technischen Defekt der Signalanlage gibt es nicht. Die Polizei beziffert den Sachschaden derzeit mit mehr als 50.000 Euro.
Die Bergungsmaßnahmen sowie die Unfallaufnahme dauern noch an. Die Bahnstrecke ist bis auf weiteres gesperrt. Ein Schienenersatzverkehr wurde eingerichtet.
Quelle + Fotos: Polizei Lüneburg
Der 48-jährige Fahrer eines MAN Lkw hatte gegen 07:00 Uhr den halbseitig beschrankten Bahnübergang überquert.
Als sich der Lkw mit Anhänger mittig auf dem Bahnübergang befand, wurde er von dem herannahenden Regionalexpress Bremen - Uelzen, bestehend aus zwei Triebwagen, erfasst.
Es kam zur Kollision mittig in Höhe der Zuggabel des Lkw, wodurch dieser von der Schiene geschleudert wurde. Der vordere Triebwagen der Regionalbahn entgleiste.
Die ca. 45 Fahrgäste im Regionalexpress blieben größtenteils unverletzt. Nach derzeitigem Stand wurden vier Fahrgäste leicht verletzt (Rücken- und Nackenschmerzen).
Leichte Verletzungen erlitten ebenfalls der 58-jährige Treibwagenführer sowie der 48-jährige Lkw-Fahrer. Alle wurden vorsorglich mit Rettungswagen ins Uelzener Klinikum gebracht.
Der halbseitig beschrankte Bahnübergang ist mit einer Signalanlage mit rotem Blinklicht ausgestattet. Ob der Lkw-Fahrer dieses missachtete und sich deshalb mit seinem Lkw auf dem Bahnübergang befand muss noch geklärt werden.
Die weiteren Ermittlungen dauern an. Die Unfallaufnahme sowie die ersten Rettungsmaßnahmen erfolgten durch die Bundespolizei in Zusammenarbeit mit der Polizei Uelzen.
Ein Sachverständiger ist nach Rücksprache mit der Lüneburger Staatsanwaltschaft eingeschaltet worden. Die eingleisige Bahnstrecke zwischen Ebstorf und Uelzen wurde bis zur Bergung des Triebwagens voll gesperrt.
Die Polizei beziffert den Sachschaden derzeit im sechsstelligen Euro-Bereich.
Quelle + Fotos: Polizei Lüneburg
Unfälle im Landkreis Uelzen
Um 09:12 Uhr, befuhr ein 76-jähriger Autofahrer die Hauptstraße in Handeloh in Richtung Welle. Am dortigen Bahnübergang, der Nahverkehrsstrecke Buchholz-Soltau, übersah er das Rotlicht am Andreaskreuz und fuhr über die Gleise.
Dort vernahm er das Hupen des herannahenden Triebwagens der das Gleis von Buchholz in Richtung Soltau befuhr.
Der Autofahrer bremste sein Fahrzeug ab und blieb auf den Gleisen stehen. Dort wurde er dann vom Triebwagen, der bereits die Notbremsung eingeleitet hatte, erfasst. Das Fahrzeug wurde durch den Aufprall herumgeschleudert und blieb im Grünstreifen am Bahnübergang stehen.
Der Autofahrer wurde dabei schwer verletzt und zur weiteren Behandlung in das Krankenhaus Buchholz verbracht. Der Triebwagenfahrer und die Fahrgäste blieben unverletzt.
Durch den Vorfall war die Kreisstraße bis 11:30 Uhr voll gesperrt. Der Zugverkehr konnte gegen 12:00 Uhr wieder aufgenommen werden. Der Gesamtschaden beläuft sich nach ersten Schätzungen auf mehrere zehntausend Euro.
Quelle + Fotos: Polizeiinspektion Harburg
Unfälle im Landkreis Harburg