Ein 47-jähriger Mann aus Wunsdorf wurde um 09:23 Uhr mit seinem Fahrzeug von einem Regionalexpress erfasst und getötet.
Nach derzeitigen Erkenntnissen hat der Mann versucht, die geschlossenen Halbschranken am Bahnübergang zwischen Klein Heidorn und Blumenau zu umfahren. Dabei wurde der VW-Touareg von dem Zug aus Bremen in Richtung Hannover an der Fahrerseite erfasst.
Durch den heftigen Aufprall wurde das Fahrzeug hinter ein Schalthäuschen geschleudert und Fahrzeugteile im weiten Umkreis verteilt. Der Bahnübergang ist erheblich beschädigt und wird nun durch Streckenposten gesichert. Der Triebfahrzeugführer wurde abgelöst und die schockierten Reisenden evakuiert.
Quelle + Foto: Bundespolizei
Glück im Unglück
Noch relativ viel Glück im Unglück hatten am Donnerstagmorgen alle Beteiligten, als ein Pkw auf den Gleisen der Rurtalbahn von einem voll besetzten Regiosprinter erfasst wurde.
Ein 61 Jahre alter Autofahrer aus Düren befuhr um 07:25 Uhr die in Richtung Ruraue führende Straße "An der Kuhbrücke".
Zug übersehen
Beim Überfahren des dortigen unbeschrankten Bahnüberganges hatte er offenbar den von links kommenden und in Richtung Düren fahrenden Zug glattweg übersehen.
Der Pkw wurde an der Fahrerseite mittig von der Triebwagenfront erfasst und mehr als zehn Meter auf der Bahntrasse voran geschoben.
Dabei erlitt der 61-Jährige Verletzungen, die seine vorsorgliche stationäre Aufnahme in einem Krankenhaus erforderlich machten. Der im Auto mit transportierte Hund blieb unverletzt. Auch der 37 Jahre alte Führer des Triebfahrzeugs, sowie die etwa 250 Insassen, überwiegend Schüler, kamen nach bisherigen Erkenntnissen unverletzt mit dem Schrecken davon.
Für den Weitertransport der Fahrgäste organisierte der Fahrgastbetrieb Busse. Die Schienenstrecke war wegen der erforderlichen Aufräumarbeiten, an denen auch die Feuerwehr beteiligt war, für längere Zeit nicht befahrbar. Der total beschädigte Pkw wurde durch ein Abschleppunternehmen geborgen. Die Gesamtschadenshöhe wird vorläufig auf jenseits von 50000 Euro geschätzt.
Signaleinrichtungen waren intakt
Bei der Unfallaufnahme wurde festgestellt, dass die Betriebs- und Signaleinrichtungen an dem Übergang offenbar einwandfrei funktioniert hatten. Warum der Autofahrer trotz der ausgelösten optischen und akustischen Warnsignale dennoch die Vorfahrt des Zuges nicht beachtet hatte, muss noch ermittelt werden.
Quelle + Fotos: Polizei Düren